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30. Jan. 2012

Aufsicht fühlt TripAdvisor auf den Zahn

Die britische Reputations-Management-Firma Kwikchex http://kwikchex.com hat beinahe ein Jahr lang Informationen über gefälschte Hotelbewertungen auf der Social-Media-Plattform TripAdvisor http://tripadvisor.com gesammelt. Jetzt hat Kwikchex Beschwerde bei der Advertising Standards Authority (ASA) http://asa.org.uk eingelegt. "In Österreich gab es bisher keine Beschwerden gegen Bewertungsportale. Es gab aber Fälle, wo die Portale unseriöse Poster von sich aus ausgeschlossen haben", sagt Michael Straberger, Präsident des österreichischen Werberats http://www.werberat.or.at , im Gespräch mit pressetext.

Schlechter Ruf

Dass nicht alle Bewertungen auf einschlägigen Internetportalen ernst zu nehmen sind, ist seit längerem bekannt. Exzesse wie der Fall eines Briten, der in sieben Jahren 32.300 Hotels bewertete, machen immer wieder Schlagzeilen. "Dass man sich auf Bewertungen im Netz nicht immer verlassen kann, ist klar. Ich glaube, dass Konsumenten sehr wohl einschätzen können, was echt ist und was nicht. Oft sind die falschen Einträge auch sehr schlecht gemacht", sagt Straberger.In England untersucht die ASA jetzt, ob TripAdvisor mit seiner Werbe-Behauptung, echte Rezensionen zu liefern, die Kunden getäuscht hat. Das Verfahren wird einige Wochen dauern. Konkret wirft Kwikchex TripAdvisor vor, unverifizierte Empfehlungen für Werbezwecke zu verwenden und Konsumenten mit dem Versprechen "echte Berichte von echten Reisenden" in die Irre zu führen. Sollte die ASA Kwikchex Recht geben, müsste TripAdvisor sein gesamtes Marketing umkrempeln. "Bei Auffälligkeiten käme es auch in Österreich zu einer Prüfung durch den Werberat und seine Partner", erklärt Straberger. Kürzlich hat Kwikchex ein ähnliches Verfahren gegen TripAdvisor auch in den USA eingeleitet.

Positive Beispiele
Das Problem mit Bewertungsplattformen ist, dass sie sich zu einfach manipulieren lassen. Mangelnde Kontrollmechanismen erlauben es auch Personen aus dem Umfeld der Besitzer Bewertungen abzugeben. Solche Rezensionen fern jeglicher Objektivität können ein Qualitätsranking schnell verzerren. Manche Buchungsplattformen haben mittlerweile Systeme eingeführt, die es schwieriger machen, die Ergebnisse zu manipulieren. Solange sich kein sicherer Weg durchgesetzt hat, sind Bewertungsportale jedenfalls mit Vorsicht zu genießen.

Patrick Piccolruaz, Rechtsanwalt, Bludenz

Kategorien: Sonstiges

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