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Versicherungsstreit nach Großbrand


Nach einem Großbrand kämpft eine Bauernfamilie in Zwischenwasser mit der Vorarlberger Landesversicherung (VLV) seit acht Monaten um die Deckung des Schadens. Die Landwirtschaft sollte wiederaufgebaut werden. Die Versicherung will allerdings nur den Zeitwert ersetzen.

Die Familie Hammerer hat durch den Brand ihre Existenz verloren. Sie lebt derzeit in einer Notwohnung. Das Vieh kam vorübergehend in einem anderen Stall unter. Vor fünf Jahren hatte die Familie ihre Feuerversicherung erneuert. Man habe ausschließlich über eine Neuwert-Versicherung mit dem Versicherungsagenten gesprochen, so Bruno Hammerer. Die Versicherung will allein den Zeitwert ersetzen. Eine Hiobsbotschaft für die Geschädigten. Für einen Wiederaufbau fehlten angeblich 350.000 Euro. Nun steht ein Beratungsfehler im Raum. Für den müsste gegebenenfalls die VLV geradestehen. VLV-Direktor Klaus Himmelreich zeigte zuletzt Gesprächsbereitschaft.

Video: Im Beitrag von Magda Rädler, Holger Weitze, Alexander Roschanek und Ingo Hammerer sind zu sehen: Bruno Hammerer, Schadensregulierer Max Riffler, Klaus Himmelreich von der VLV-Vorarlberger Landesversicherung

Kritik an Versicherungsklauseln


In den allgemeinen Versicherungsklauseln der Vorarlberger Landesversicherung ortet der private Schadensregulierer Max Riffler allerdings ein generelles Problem. Bei unter 40 Prozent Schaden ist dort nur der Zeitwert vorgesehen und keine Neuerrichtung. Im Fall Hammerer habe ein befangener Gutachter den Schaden im Sinne der Versicherung auf 20 Prozent heruntergerechnet, so Rifflers Vorwurf.

Kein Einzelfall?


Zum Einzelfall könne er sich nicht äußern, so Himmelreich - generell diene die 40-Prozent-Marke der Versicherung bei alten Häusern zur Eingrenzung des Risikos. Für Riffler ist der Fall Hammerer kein Einzelfall. In Vorarlberg gebe es einige alte Bauernhäuser, die noch bewohnt sind. Er ortet in einigen Versicherungsverträgen finanzielle Nachteile für die Versicherten.

Publiziert am 29.09.2014, ORF Vorarlberg

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