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Stroh wirbelt durch die Straßen

Gewerbeberechtigungsantrag wird neu aufgerollt
In Bludesch wirbelt Stroh durch die Gemeindestraßen. Die Anrainer eines landwirtschaftlichen Betriebes wollen sich die Einbußen ihrer Wohnqualität nicht länger gefallen lassen. Bei der Verladung und Pressung von Strohballen mitten im Ortsgebiet kommt es immer wieder zu gravierenden Belastungen.

Der Bludescher Jungbauer Stefan Rauch hat seinen Hof zu einem Handelsbetrieb mit landwirtschaftlichen Futtermitteln erweitert. Bis zu 60 Abholungen von Kleinabnehmern pro Tag hat Anrainer Franz Mayerhofer bereits gezählt. Die starke Staubentwicklung, laufende Verkehrsbehinderungen durch abgestellte Lastzüge und erhöhte Unfallgefahr für die Kleinkinder im Bereich des Handelsbetriebes werden von den Anrainern Renate Winkler, Kilian Kessler, Georg Fliri, Gela und Rudolf Ernstsohn kritisiert.

„Rund 50 Waggon Stroh wurden im letzten Jahr hier in Bludesch umgeschlagen. Der überwiegende Teil wird direkt am Bahnhof in Nenzing an die größeren Abnehmer abgegeben“, stellt Rauch die Anrainervorwürfe als übertrieben dar. Dennoch sieht Rauch die Problematik: „ideal wäre eine Lagerstätte in einer Entfernung von mindestens einem Kilometer vom Ortsgebiet.“ Seine Bemühungen, den Betrieb in die Grünzone der Bludescher Au zu verlegen, ist von der Behörde bereits einmal abgelehnt worden.

Lokalaugenschein

Bei einem Lokalaugenschein, an dem auch Dr. Othmar Muther von der BH Bludenz und Dr. Roland Piccolruaz als Vertreter der Gemeinde und der Anrainer anwesend waren, machte Rauch den Vorschlag, künftig auf seinem Hof in Bludesch nur noch verpacktes Stroh zu handeln. „Die Zu- und Abfahrtsbewegungen der Abholer und der damit verbundenen Nachteile werden deshalb nicht weniger“, mutmaßt Georg Fliri als Anrainersprecher.

Von der Bezirkshauptmannschaft muss nun geprüft werden, ob überhaupt ein eingeschränktes Genehmigungsverfahren möglich ist.

Vorarlberger Nachrichten, 12.04.2001

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